Themenrouten – die Kreislaufwirtschaft „erlebbar“ und „begehbar“ machen

Die Konzeption und Realisierung von Themenrouten gehört zu den zentralen Wirkungsbereichen der KlimaExpo.NRW. In Anlehnung an die guten Erfahrungen des Landes NRW mit der internationalen Bauausstellung Emscher Park, welche ebenfalls als Dekaden-Projekt angelegt war, sollen thematisch zusammenhängende Projekte und Standorte in NRW zu Routen zusammengefasst werden, die von interessierten Besuchern gezielt ausgewählt und angesteuert werden können. Neben der Themenroute der Kreislaufwirtschaft werden auch vergleichbare Themenrouten von der "klimametropole ruhr 2022" durch die "Routen der Innovationen" und die "Route der Energie" als ersten Teil der Route der Innovationen in die KlimaExpo.NRW eingebracht.

Diese Grundidee wird von der Brancheninitiative "Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft e. V." übernommen. Das Ziel der "Route der Kreislaufwirtschaft" besteht darin, am Beispiel verschiedener innovativer Projekte, Anlagen oder auch Standorte, die jeweils stellvertretend für einzelne Schritte der Kreislaufwirtschaft stehen, deutlich zu machen, wie eine moderne Kreislaufwirtschaft funktioniert und welche Klimaschutz-Potentiale in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft realisiert werden können.

In der Kreislaufwirtschaft unterscheiden wir insgesamt sechs Schritte, die notwendig sind, um Produkte im Kreislauf zu führen bzw. den Kreislauf funktionsfähig zu halten:

Route der Kreislaufwirtschaft

Forschung und Entwicklung, Abfallvermeidung und -trennung

Die "Route der Kreislaufwirtschaft" beginnt zunächst mit der Geschichte der geordneten und umweltgerechten Abfallentsorgung: Die "Sammlung aus Stadtreinigung und Entsorgung (SASE)" [01] zeigt in Iserlohn in anschaulicher Weise die Wechselwirkungen zwischen der Entwicklung unserer Siedlungsstrukturen und den daraus immer wieder resultierenden organisatorischen und technologischen Veränderungen der Abfallentsorgung im Zeitverlauf. Wie in der heutigen Zeit Abfall vermieden und richtig getrennt werden kann, soll in so genannten "außerschulischen Lernorten" praxisnah erfahrbar werden. So, wie beispielsweise durch das Angebot der Wirtschaftsbetriebe Duisburg zur Umweltbildung mit dem Themenschwerpunkt Abfall anhand des "Abfalllernpfades" [02]. Dieser setzt sich zum Ziel, Schulklassen ab der dritten Klasse und auch anderen Besuchergruppen nachhaltiges Verhalten im Bereich Abfallvermeidung und sortenreine Abfalltrennung zu vermitteln.

Im Entsorgungszentrum Leppe in Lindlar ist im Rahmen des Projektes ":metabolon" [03] eine Lernlandschaft entstanden, in der Kindergartenkinder, Schüler, Jugendliche und Erwachsende die Möglichkeit haben, alles Wissenswerte rund um die Themen Abfallvermeidung, Holz, Klimaschutz und Recycling zu erfahren. Wichtig für die Kreislaufwirtschaft ist neben der Wissensvermittlung auch die Erzeugung von Wissen, also die Forschung über die "richtigen" Wege des Abfalls. Vor diesem Hintergrund wurde das :metabolon auch zu einer interdisziplinär besetzten, außerhochschulischen Lern- und Forschungsstelle für nachhaltige Ressourceneffizienz, Stoffumwandlung sowie standortbezogene Umwelttechnologien und -techniken weiterentwickelt.

Für die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft ist schlussendlich auch die Beratung von Akteuren über aktuelle Trends in der Entsorgungslogistik oder der Behandlung von Abfällen und die Schonung unserer Ressourcen von Bedeutung. Um den Wissenstransfer sicherzustellen und zu unterstützen, engagiert sich die INFA GmbH [04] seit vielen Jahren nicht nur national in der Beratung und Unterstützung von Kommunen und Betrieben, sondern auch international in der Betreuung und Weiterbildung von ausländischen Delegationen.

 

 

Quelle: SASE gGmbH

01

SASE- Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgung

Die Sammlung aus Städtereinigung und Abfallentsorgung hat sich die Aufgabe gestellt, Notwendigkeiten und Entwicklungen in den Bereichen Abfallsammlung, Abfalltransport, Straßenreinigung, Kanaldienste und Materialwirtschaft zu mehr>>>

Kontakt: Herr Stephan Mlodoch

Quelle: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

02

Der Abfalllernpfad der Wirtschaftsbetriebe Duisburg - Erleben, Erfahren und Lernen

Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg haben im Jahr 2014 ein spezielles Angebot zur Umweltbildung mit dem Themenschwerpunkt Abfall auf einem Ihrer Betriebsstätten umgesetzt. Es handelt sich mehr>>>

Kontakt: Frau Brüggemann

Quelle: Bergischer Abfallwirtschaftsverband (BAV)/ Projekt :metabolon

03

:metabolon - Von der Deponie zum Innovationsstandort

Ziel des Projektansatzes :metabolon war die Neuausrichtung des Entsorgungszentrums Leppe zu einem Kompetenz-, Lern- und Innovationsort für Stoffumwandlung und standortbezogene Umwelttechnologie und -techniken mehr>>>

Kontakt: Frau Christina Oetter

Quelle: INFA - Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH

04

Mit forschungsnaher Beratung zu mehr Klimaschutz- INFA

Die INFA GmbH unterstützt die Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft durch praxisorientierte Beratungs- und Forschungsleistungen im Hinblick auf die Umsetzung klimaschonender Konzepte mehr>>>

Kontakt: Frau Dr. Gabriele Becker

Erfassung, Sammlung und Transport von Abfällen

Der Weg vom Abfall zum Produkt beginnt mit dem Wurf in die Mülltonne. Im Gegensatz zu der klassischen und mobilen Variante führen die Unterflurcontainer [05] der Wirtschaftsbetriebe Duisburg im Stadtteil Ungelsheim zu einer CO2-Einsparung durch eine verbesserte Mülltrennung und eine optimierte Logistik, zu finanziellen Vorteilen für die Bürger und zu einer Aufwertung des Wohnumfeldes. Ist die Mülltonne oder der Unterflurcontainer befüllt, steht der Transport der Abfälle an. Zur Reduzierung der hier anfallenden Emissionen trägt das weltweit erste Hybrid-Entsorgungsfahrzeug [06] der Firma FAUN bei, welches während der Müllsammlung mit Bremsenergie betrieben wird. Diese Fahrzeuggeneration schaltet beim Sammeln den Fahrgestellmotor vollständig ab und wird dann elektrisch angetrieben und gebremst.

Das Unternehmen ZOELLER hat mehrere Optionen für Abfallsammelfahrzeuge und deren energiesparenden Einsatz im Programm. Beispielsweise lässt sich beim ZOELLER E-PTO [7] mit einer Batterie-Aufladung das Ladewerk des Aufbaues während einer Tagesschicht betreiben. Das Batteriepaket wird während der Nacht über das Stromnetz aufgeladen. Der Motor wird nur im Fahrbetrieb verwendet, daher erfolgt im Sammelbetrieb ein völlig lautloser und emissionsfreier Betrieb.

Weite Transportwege mit dem LKW können vermieden werden, wenn intelligente Logistikkonzepte umgesetzt werden: Auf der Müllumladestation Vitalisstraße [8] der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln wird ein Großteil des Restmülls aus dem linksrheinischen Teil auf die Schiene umgeladen und von dort zum MHKW der AVG transportiert. Dies spart nicht nur den Einsatz von rund 20 Müllfahrzeugen, sondern auch rund 280.000 l Diesel pro Jahr ein. Nach dem Transport stehen für die weitere Behandlung des Hausmülls grundsätzlich 2 Optionen zur Verfügung:

  • Die mechanisch-biologische Behandlung mit dem Ziel, Wertstoffe auszusortieren und über den biologischen Teil eine deponiefähige Restfraktion zu erhalten und
  • die thermische Abfallbehandlung mit dem Ziel, Strom und Wärme zu gewinnen und die in den Schlacken enthaltenen Metalle wiederaufzubereiten.

 

 

Quelle: Wirtschaftsbetriebe Duisburg

05

Wirtschaftsbetriebe Duisburg- Halbunterflur- und Vollunterflurcontainer

Bei dem innovativen Sammelsystem sind großvolumige Behälter teilweise oder auch ganz in den Untergrund eingelassen, so dass mehr>>>

Kontakt: Frau Yvonne Busch

Quelle: FAUN

06

Abfallsammelfahrzeuge der FAUN Umwelttechnik GmbH & Co. KG (Ein Unternehmen der Kirchhoff Gruppe)

FAUN ist Synonym für zuverlässige und fortschrittliche Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen, die Effizienz und Nachhaltigkeit mehr>>>

Kontakt: Frau Claudia Schaue

Quelle: ZÖLLER-KIPPER

07

Technik entscheidet ZÖLLER-KIPPER (Ein Unternehmen der Kirchhoff Gruppe)

Wirtschaftlichkeit, Arbeitssicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit sind die Grundwerte mehr>>>

Kontakt: Herr Sven Walter

Quelle: AWB Köln mbh

08

Ressourcenschutz durch Müllverladung auf die Schiene-AWB Müllumladestation Vitalisstraße

Umwelt- und Ressourcenschutz sind Leitgedanken der AWB. Durch den Transport des Restmülls über die Schiene wird der Stadtverkehr entlastet, d.h. ca. 310.000 km Fahrtstrecke, 280.000 l Diesel im Jahr bzw. 20 Müllfahrzeuge werden eingespart. Die Schadstoff- und Lärmbelästigung mehr>>>

Kontakt: Herr Thomas Enzinger

Mechanisch-biologische Behandlung, Kompostierung und Vergärung

Seit Mitte des Jahres 2005 dürfen in Deutschland keine unvorbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Für die Vorbehandlung von Abfällen aus Haushalten und Gewerbe stehen mit der thermischen Abfallbehandlung in Müllverbrennungsanlagen und der mechanisch-biologischen Behandlung von Abfällen zwei unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Im Entsorgungszentrum Ecowest [9] in Ennigerloh werden die Abfälle der Kreise Warendorf und Gütersloh mit ausgereifter Technik mechanisch-biologisch behandelt und so zu Ersatzbrennstoff aufgearbeitet, die nicht mehr weiter verwertbaren Reste werden einer Müllverbrennungsanlage (MVA) thermisch verwertet. Mit dem Betrieb der Anlage werden durch die energetische Verwertung der aufbereiteten Ersatzbrennstoffe und die aussortierten Metalle fast 36.000 Mg CO2-Äquivalent/Jahr vermieden. Das Entsorgungszentrum Ecowest in Ennigerloh ist ebenfalls ein außerschulischer Lernort mit einem breiten Bildungsangebot.

 

 

Quelle: ECOWEST

09

Klima- und Ressourcenschutz durch die mechanisch-biologische Auf-bereitung im Entsorgungszentrum ECOWEST

Die in der EBS-Anlage in Ennigerloh produzierten Brennstoffe werden klima- und ressourcenschonend in der Zement- und Kraftwerksindustrie anstelle fossiler Brennstoffe CO2-mindernd eingesetzt mehr>>>

Kontakt: YvonneBusch

Sortierung, Aufbereitung und Recycling

Für die Kreislaufwirtschaft und den damit verbundenen Klima-und Ressourcenschutz ist die Sortierung, Aufbereitung und das Recycling von Wertstoffen wie Kunststoff, Glas, Papier oder Metall ein wichtiger Schritt, um die Materialien entweder in die jeweiligen Stoffkreisläufe zu integrieren oder aber um die enthaltene Energie zu nutzen.

In der modernsten Wertstoffaufbereitungsanlage (WAA) [10] Europas der Firma Lobbe in Iserlohn werden derzeit rund 95.000 Tonnen Leichtverpackungen (LVP) aus Privathaushalten sortiert. Rund die Hälfte davon (43.000 t) kann die Kreislaufwirtschaft recyceln, der Rest (52.000 t) geht als Brennstoff in die Wärmeproduktion - in Müllverbrennungsanlagen oder Ersatzbrennstoffkraftwerke. Aus der Aufbereitung der Leichtverpackungen resultiert eine jährliche Einsparung von 73.000 t CO2-äq./a.

Am Standort Lippewerk [11] der REMONDIS in Lünen sorgen drei Schlüsselkompetenzbereiche dafür, dass Ressourcen geschont und CO2-Emissionen vermieden werden können. In zahlreichen Anlagen auf dem Werksgelände werden unterschiedliche Abfälle aufbereitet und für eine weitere Nutzung vorbereitet bspw. werden Kunststoffe zu Granulaten, Schlacken zu Metall und Abfälle sowie Reststoffe in Kraftstoffe umgewandelt. Aus industriellen Abfällen und Haushaltsabfällen entstehen Vorprodukte für die Industrie und nicht zuletzt wird Biomasse aufbereitet und als Energieträger für Biomassekraftwerke genutzt. In diesen technologischen Kompetenzbereichen werden im Lippewerk jährlich rund 416.000 Tonnen Treibhausgase eingespart.

 

 

Quelle: LOBBE

10

Die Wertstoff- aufbereitungsanlage der Lobbe-Gruppe - Aus Abfall wird Rohstoff

Lobbe bietet mit rund 1.800 Beschäftigten an 42 Standorten in Deutschland Umweltdienstleistungen für alle Bereiche der Wirtschaft sowie des öffentlichen und privaten Lebens an. Das Kernangebot umfasst die Bereiche Abfallentsorgung, Industrieservice, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement mit mehr>>>

Kontakt: Frau Yvonne Busch

Quelle: Foto REMONDIS Lünen, Deutschland

11

Das REMONDIS-Lippewerk in Lünen als Technologiestandort und Klimaschutzprojekt

Am Standort in Lünen ist Europas größtes Zentrum für industrielles Recycling beheimatet, das  mehr>>>

Kontakt: Frau Yvonne Busch

 

Thermische Abfallbehandlung und Schlackeaufbereitung

Die thermische Behandlung von Abfällen umfasst sowohl die thermische Vorbehandlung von Abfällen aus Haushalten, Gewerbe und Sortierresten als auch die Verwertung von Ersatzbrennstoffen in speziell dafür ausgelegten, meist industriellen, Ersatzbrennstoffkraftwerken. Des Weiteren umfasst die thermische Abfallbehandlung auch die Mitverbrennung von besonders heizwertreichen Fraktionen (Sekundärbrennstoffen) in Zement- und Kohlekraftwerken. Damit übernehmen die thermischen Abfallbehandlungsanlagen drei wichtige Aufgaben: Die Vorbehandlung von Siedlungsabfällen, die Verwertung von heizwertreichen Fraktionen aus der Wertstoffsortierung und die Aufgabe als Schadstoffsenke für Sortierreste aus dem Recyclingprozess. Die Metalle, die mit den Restabfällen in den Verbrennungsprozess gelangen, können im Rahmen des nachfolgenden Prozesses der Schlackeaufbereitung wiedergewonnen werden.

Das Iserlohner Müllheizkraftwerk [12] steht mit seinen drei Verbrennungslinien für die gesicherte und umweltbewusste Entsorgung von Abfällen. Die Emissionswerte liegen weit unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Zusätzlich wird klimafreundlich Strom und Fernwärme für die Stadt Iserlohn erzeugt (Kraft-Wärme-Kopplung). Das MHKW Iserlohn ist Baustein der Vision "Virtuelles Kraftwerk Iserlohn" im Rahmen des NRW-Projektes "KWK-Modellkommune" und Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes des Märkischen Kreises. Das Iserlohner Müllheizkraftwerk trägt durch die Technik der Kraft-Wärme-Kopplung, der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Fernwärme, zur Einsparung von Primärenergie und damit zur Reduzierung des CO2 -Ausstoßes bei.

Mit ihren Recyclinganlagen und dem Abfallkraftwerk RZR Herten [13] arbeitet die AGR handfest an Umwelt- und Klimaschutz mit. Thermisches Recycling im Abfallkraftwerk RZR Herten macht die AGR zu einem relevanten Energieversorger in der Region: Umgerechnet 65.000 Haushalte beziehen über den Partner Hertener Stadtwerke klimafreundlichen Strom aus Abfall. Verbrennung in Abfallkraftwerken mit angeschlossener Energiegewinnung ist heute ein hochentwickeltes Abfallverwertungsverfahren: Es zerstört organische Schadstoffe und schleust anorganische Schadstoffe für die sichere Ablagerung aus. Im Zuge des thermischen Recyclings werden wertvolle Sekundärrohstoffe, wie Metalle und Baustoffe gesichert. So ist Abfallverbrennung im Abfallkraftwerk ein vollwertiges Verwertungsverfahren, das in der Bilanz oftmals sogar mehr CO2-Emissionen einspart als es erzeugt.

 

 

AMK - Abfallentsorgungsgesellschaft des Märkischen Kreises mbH

12

Das Iserlohner Müllheizkraftwerk - Mit Sicherheit in eine saubere Zukunft

Wussten Sie, dass Abfall dafür sorgt, dass Heizungen warm werden und dass Strom aus der Steckdose kommt? Das Iserlohner Müllheizkraftwerk sorgt seit 1970 dafür mehr>>>

Kontakt: Frau Yvonne Busch

Quelle: AGR mbh

13

Thermische Verwertung im Abfallkraftwerk RZR Herten

Mit dem Abfallkraftwerk RZR Herten und den Deponien mit der dortigen Gaserfassung und -verstromung leistet die AGR einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz mehr>>>

Kontakt: Frau Yvonne Busch

Deponien und Nachnutzung

Deponien stehen heute für eine dauerhafte und umweltsichere Ablagerung inerter (nicht reaktionsfähiger) mineralischer Abfälle. Bis zum Verbot der Ablagerung unvorbehandelter Abfälle im Jahr 2005 wurde in Deutschland ein Großteil der Abfälle inklusive der organischen Anteile deponiert, insbesondere das hier entstehende Methan sorgte für eine erhebliche Belastung des Klimas. Heute wird das in den Deponiekörpern entstehende Methan erfasst und in Blockheizkraftwerken in Strom und Wärme umgewandelt. Ferner dienen die stillgelegten Deponieflächen zunehmend auch als Standorte für Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

Die Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE) [14] der Abfallgesellschaft Ruhrgebiet (AGR) war die erste geordnete Deponie in Deutschland und gilt als Meilenstein fortschrittlicher Deponietechnik; sie ist seit 1968 ein zentraler Bestandteil der Entsorgungssicherheit im Ruhrgebiet. Die ZDE verfügt über eine moderne Gaserfassung und -verstromung.

 

 

Quelle: AGR mbh

14

Zentraldeponie Emscherbruch (ZDE)

Die Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen (ZDE) steht für eine dauerhafte und umweltsichere Ablagerung inerter mehr>>>

Kontakt: Yvonne Busch