Sitz des Vereins: Die SASE – Sammlung aus Stadtreinigung und Entsorgung
Geschäftstelle (Bildquelle: SASE)
Außengelände (Bildquelle: SASE)
Geschichte

Die SASE wurde im Jahr 1997 aus der Branche der Städtereiniger und Kommunaltechnikherstellern heraus gegründet und wurde im gleichen Jahr als gemeinnützige Einrichtung anerkannt. Die „Gründerväter“ verbanden mit der SASE die folgenden Ziele:

  • Aufbau eines Zentrums für die praxisorientierte Aus- und Weiterbildung
  • Aufbau eines branchen- und firmenübergreifenden Treffpunktes für alle aktiven Städtereiniger und Umweltschützer
  • Qualifizierte Information für Politik, Verwaltung, Schulen, Hochschulen und Öffentlichkeit aus der Branche heraus (Umweltbildung und Umwelterziehung)
  • Sicherung und Darstellung von praxisorientiertem Basiswissen mit aktuellem Bezug


Im Zeitraum von 2003-2006 wurde die SASE zu einer weltweit einmaligen Kombination aus Spezialarchiv, technischer Studiensammlung, historisch ausgerichteter Dauerausstellung sowie Veranstaltungs- und Tagungsort mit den Schwerpunktthemen Städtereinigung und urbaner Umweltschutz ausgebaut.

Mit Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erfolgte im Jahr 2007 eine vollständige inhaltliche und gestaltungstechnische Überarbeitung und Ausweitung der Dauerausstellung. Ebenfalls im Jahr 2007 wurden der Neubau der Tagungs- und Veranstaltungshalle sowie der Ausbau und die Neugestaltung des Freigeländes fertiggestellt.

Zeitgleich mit der Eröffnung des "Forums der Städtereiniger" im Jahr 2008 wurde die Ausstellung "Meine Stadt soll sauber sein! - Perspektiven des urbanen Umweltschutzes: Von der Stadthygiene zur Städtereinigung und Kreislaufwirtschaft" mit den Ausstellungseinheiten Stadtentwicklung, Stadthygiene und Städtereinigung fertiggestellt.

Seit dieser Zeit ist die SASE ein gefragter Ort für die Ausrichtung von betrieblichen Weiterbildungen, Verbandstreffen und Fachkongressen, u. a. zur Wertstofferfassung oder zur Stadtreinigung geworden.

Aufgaben

Die wichtigsten Aufgaben der SASE liegen in der Information der Öffentlichkeit und in der praxisorientierte Aus- und Weiterbildung. Bewusst haben die Gründer der SASE daher kein Museum geplant, sondern eine technische Studiensammlung mit dem angeschlossenen zentralen Archiv der Städtereinigung. Sowohl die Studiensammlung als auch das Archiv werden ständig ergänzt, um den aktuellen Stand darstellen zu können. SASE stellt sich damit bewusst in den Mittelpunkt der aktiven Begegnung, um vor dem Hintergrund der Geschichte die Zukunft der Städtereinigung mit zu gestalten.

Die Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgung hat sich die Aufgabe gestellt, Entwicklungslinien und Vernetzungen zwischen den Bereichen Abfallsammlung, Abfalltransport, Straßenreinigung, Kanaldienste und Materialwirtschaft zu dokumentieren. Die Darstellung der Technik, der Organisation und die Veränderung der Arbeitsabläufe ist ebenso Ziel wie das Herausarbeiten der Einflussfaktoren aus Politik, Recht, Gesellschaft und Stadtentwicklung.

Ohne eine funktionsfähige Städtereinigung und Entsorgung ist keine moderne Stadtzivilisation möglich. Bedingt durch hygienische und gesundheitliche, aber auch ästhetische Anforderungen, sind sie eine zwingende Notwendigkeit. Zur Darstellung dieser Wechselwirkungen spannt die SASE ein Bogen zwischen Gestern, Heute und Morgen.

Arbeitsschwerpunkte und Ausstellungskonzept

Die SASE beschäftigt sich mit der Geschichte des Abfalls und seiner Entsorgung. In ihrer Themenstellung ist die SASE - Sammlung aus Städtereinigung und Entsorgungswirtschaft - eine weltweit einmalige Studiensammlung. Für Besucher ist die Dauerausstellung "Meine Stadt soll sauber sein" keine Abfall-Ausstellung, sondern macht Umweltgeschichte zum einmaligen Erlebnis. Über 45 historische Fahrzeuge, diverse Funktionsmodelle, Installationen und multimediale Elemente zeichnen in mehreren Ausstellungseinheiten auf 1800 m2 Fläche und auf dem Freigelände mit rd. 8.000 m2 die wechselvolle Entwicklung der Entsorgungswirtschaft in Deutschland nach 1900 bis zur Gegenwart.

Ausstellung der SASE (Bildquelle SASE)
  • Wechselwirkungen von Stadtentwicklung, Konsumverhalten und Stadtentsorgung
    Nachgestelle Haushaltssituationen und die wahrscheinlich größte Mülltonnensammlung der Welt veranschaulichen den Wandel von der Ascheabfuhr zur innovativen, umweltgerechten und ressourcenschonenden Entsorgung.
  • Stätte der Begegnung
    Dem Fachpublikum als auch der Öffentlichkeit zugänglich, bietet die SASE eine Plattform für Begegnungen zwischen Entsorgungsspezialisten, öffentlicher Verwaltung, Politik und Wissenschaft. Schulen, Bildungseinrichtungen sowie Besuchergruppen aus dem In- und Ausland können die umfangreichen Möglichkeiten zur Umweltbildung und Umwelterziehung nutzen.
  • Tagungsort inmitten der Geschichte
    Die SASE schafft auch für ausstellende Fachverbände und Unternehmen ein neues Forum für Marketing mit und durch Geschichte. Die Räumlichkeiten der SASE können für Seminare, Tagungen und besondere Veranstaltungen gemietet werden.
  • Dauerausstellung und außerschulischer Lernort
    Die Dauerausstellung "Meine Stadt soll sauber sein! - Perspektiven des urbanen Umweltschutzes" ist die weltweit erste und größte Ausstellung zum Thema urbaner Umweltschutz. Sie zeigt die Städtereinigung als Basis des Umweltschutzes in der Stadt. Im Rahmen von angemeldeten Führungen ist die Dauerausstellung für Gruppen aus dem Umwelt- und Entsorgungssektor, der interessierten Öffentlichkeit und Schulklassen jederzeit zugänglich.
  • Archiv, Medien-Archiv und Bibliothek
    Die SASE verfügt über ein Archiv, eine Bibliothek und eine Foto- und Filmsammlung, die bereits jetzt mit über 100.000 Aufnahmen und fast 800 Filmen und Videos zu einer der größten in ganz Deutschland zählt. Darin werden Literatur, Dokumente, Fotos, Filme der Städtereinigungs- und Entsorgungswirtschaft gesichert, ständig ergänzt und der Öffentlichkeit und Fachpublikum gleichermaßen zugänglich gemacht.
  • Deutsche Abfallwirtschaftsbibliothek
    Es handelt sich bei der DABib um eine Präsenzbibliothek, deren Bestände allen Interessierten nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung stehen. Eine Webpräsenz erlaubt die Online-Recherche in den rund 49000 Einträge (Stand 2012) umfassenden Beständen. Schwerpunkt der Sammlung sind Publikationen, Schriftenreihen und Abschlussarbeiten wie Dissertationen und Promotionen zur Abfallwirtschaft und Umwelttechnik. Auch hier werden die Bestände fortlaufend ergänzt. Daneben beinhaltet die Bibliothek umfassende Verzeichniseinheiten zur Bodenverbesserung, Melioration und Kompostierung in Deutschland und der Schweiz. Die Deutsche Abfallwirtschaftsbibliothek ist eine Initiative der DGAW e.V. und der SASE gGmbH.

Die SASE bietet ferner die Möglichkeit, Städtereinigungsfahrzeuge und Geräte, Fotos, Filme, Videos und Abbildungen, sowie Bild- und Texttafeln zu leihen.